Zagersdorf ist eine Gemeinde im
Burgenland im
Bezirk Eisenstadt-Umgebung in
Österreich. Der ungarische Name der Gemeinde ist ''Zárány''. Zagersdorf (kroatischer Name ''Cogrštof'') zählt zum Siedlungsgebiet der burgenlandkroatischen Volksgruppe.
Geografie
Die Gemeinde liegt im nördlichen Burgenland nahe der Landeshauptstadt
Eisenstadt und der Grenze zu
Ungarn inmitten eines
Weinbaugebiets. Zagersdorf ist der einzige Ort in der Gemeinde.
Geschichte
Der Ort wurde erstmals 1461/1462 urkundlich erwähnt. Nach der Zerstörung durch die Türken im Jahr 1532 erfolgte eine Neubesiedlung durch Kroaten. Zagersdorf gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu
Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der
Magyarisierungspolitik der Regierung in
Budapest der ungarische Ortsname Zárány verwendet werden. Nach Ende des ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland (siehe auch
Geschichte des Burgenlandes).Seit 1992 ist Zagersdorf eine eigenständige Gemeinde, zuvor war der Ort eine Katastralgemeinde von
Siegendorf.
Politik
Bürgermeister ist Helmut Zakall von der SPÖ, Vizebürgermeister Christoph Zarits von der ÖVP. Amtsleiterin ist Yvonne Artner. Die Mandatsverteilung (15 Sitze) in der Gemeindevertretung ist
SPÖ 9,
ÖVP 6,
FPÖ, Grüne und andere Listen 0 Mandate.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Die Pfarrkirche Zagersdorf wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Ihr Turm stammt aus dem Jahr 1810. Im Ort befinden sich ferner die Kreuzkapelle (errichtet 1727) sowie eine Sebastianssäule (errichtet 1717), eine Mariensäule und eine Dreifaltigkeitssäule.